1976 - 2001

Mit einem Paukenschlag eröffnete der ASV seine Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Das Wintervergnügen war mit seinem Unterhaltungsprogramm ein voller Erfolg und die zahlreichen Besucher fühlten sich sehr wohl.

Für den sportlichen Höhepunkt sorgte das sympathische Ringertalent Gerhard Stein, der auch in diesem Jahre wieder in der Klasse bis 81 kg Deutscher Jugendmeister im freien Stil wurde. Es war für diesen jungen Ringer ein schöner Erfolg, den er sich durch hartes Training, aber auch durch Energie und Ausdauer erkämpft hat.

Vom 28. bis 31. Mai 1976 feierte der ASV sein 75 jähriges Vereinsjubiläum. Ein Festakt am 28. Mai in der Lobdengauhalle und ein ansprechendes Unterhaltungsprogramm am 29.Mai in einem auf dem Ankerplatz errichteten Festzelt bildeten die Höhepunkte dieses Wochenendes. Sportliche Leckerbissen waren mit dem Vergleichskampf gegen die Mannschaft des amtierenden Deutschen Ringermeisters VfK Schifferstadt, einem Wettkampf der Gewichtheber gegen den Bundesligisten Germania Obrigheim und den Badischen Meisterschaften im Rasenkraftsport geboten. Das Festwochenende zeigte die gesamte Leistungsbreite des Vereins auf und fand die entsprechende Würdigung in der Presse und bei den zahlreichen Gästen der Veranstaltungen.

Im Jubiläumsjahr starteten die Rasenkraftsportler mit 2 Mannschaften in der 1. Bundesliga und Lothar Klinger konnte 1. Deutscher Meister in der Altersklasse I werden.

Gemeinsam mit dem Liederkranz wurden 1977 erstmals zwei gut besuchte Maskenbälle im Carl Benz Gymnasium durchgeführt. Der Verein richtete die Nordbadischen Schüler- und Jugendmeisterschaften im Ringen und die Kreismeisterschaften im Rasenkraftsport aus. Gerhard Stein, inzwischen bei den Junioren in der Klasse bis 90kg startend, lieferte mit einem Erfolg bei den Deutschen Meisterschaften erneut den Beweis seiner Extraklasse. Nach dem Ausscheiden von drei wichtigen Ringern reichte es nur für den 9. Platz in der Verbandsrunde. Die Gewichtheber mußten sogar aus der Landesliga absteigen.

1978 konnte der Verein erstmals das Wintervergnügen in der Lobdengauhalle feiern. Zum Schutz des Hallenbodens hatte man die Tanzfläche mit Platten ausgelegt. Gemeinsam mit dem Liederkranz wurde in "Bastelabenden" die Dekoration für die gemeinsamen, dann auch sehr erfolgreichen Fastnachtsveranstaltungen hergestellt.

Der Verein richtete für den Ringerkreis die Jugend- und Seniorenmeisterschaften aus und konnte ein Zeltlager für Schüler in Tennenbronn durchführen. Der Abstieg in die Landesliga zeigte einen Tiefpunkt der Stimmung in unserer Ringermannschaft auf. Durch Freundschaftskämpfe und mehr Geselligkeit sollte die Stimmung der Aktiven verbessert und damit die Grundlagen für eine Leistungssteigerung geschaffen werden.

Im Folgejahr durfte der ASV mit den Nordbadischen Meisterschaften im Rasenkraftsport und dem Deutschen Jugendländerpokal im Ringen wieder zwei hochklassige Meisterschaften ausrichten. Freundschaftskämpfe der Ringer in Sense/Schweiz und der Rasenkraftsportler in Trauching dienten dazu, neue Kontakte zu knüpfen und den eigenen Leistungsstand zu überprüfen. Im Gewichtheben wurden beide Heberstaffeln Meister in der Kreis- bzw. der Bezirksklasse.

Das Jahr 1980 brachte einen Wechsel in der Vorstandschaft. Der langjährige 1. Vorsitzende Karl Stähle wurde von Fritz Sauer abgelöst. Freundschaftskämpfe der Ringer gegen Krefeld, Sense, Kornwestheim und Neu-Isenburg sorgten für ein abwechslungsreiches Sommerprogramm. Beim Ladenburger Mundartfestival war der Verein mit einem Grillstand vertreten, und die Heber richteten das Länderpokalturnier für den Deutschen Gewichtheberverband aus, bei dem auch der Ladenburger Achim Heiß in der Ländermannschaft startete. Thomas Gnädinger belegte bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Gewichtheben den 2. und Roland Feldhoffer einen 3. Platz.

Gemeinsam mit dem Liederkranz wurde 1981 erstmals ein gut besuchter Kindermaskenball durchgeführt. Am 24. und 25. April konnte der Verein in einem würdigen Rahmen die Deutschen Meisterschaften der A- Jugend ausrichten. Freundschaftskämpfe in Hamburg und Krefeld und in Ladenburg gegen Neu-Isenburg, Krefeld und Sense dienten den Ringern zur Vorbereitung auf die neue Verbandsrunde. Die Jugendmannschaft der Gewichtheber plazierte sich bei den Deutschen Meisterschaften an dritter Stelle. Die Rasenkraftsportanlage auf dem Neckar-Vorland war Schauplatz des erstmals ausgetragenen Albert Friedrich- Gedächtnisturniers. Das Andenken an den verdienten Sportler und Funktionär sollte durch diese regelmäßig stattfindende Veranstaltung wachgehalten werden.

Fehlender Nachwuchs in der Ringerabteilung führte im Jahre 1982 zu einem Wechsel in der Vorstandschaft. Fritz Sauer übernahm die brachliegende Jugendarbeit und Karl Stähle steuerte dafür erneut das Vereinsschiff.

Bruno Helmling hatte bisher eine gute Jugendarbeit betrieben und durch zahlreiche Aktivitäten für gute Stimmung innerhalb der Gewichtheberabteilung gesorgt. Mit Karl-Heinz Schütz konnte nun ein erfahrener Trainer für das Gewichtheben gewonnen werden. Er wechselte mit Andre Salazar, Jürgen Hoffert und Markus Schütz von Weinheim nach Ladenburg. Zusammen mit den eigenen Talenten verfügte der Verein damit über eine ausgezeichnete junge Hebermannschaft. Von den zahlreichen Freundschaftskämpfen in diesem Jahr ist der Besuch einer Heberstaffel aus St. Maur bei Paris besonders zu erwähnen.

Das Jahr 1983 brachte zahlreiche sportliche Erfolge. Die Gewichtheber wurden mit der Jugendmannschaft Deutscher Vizemeister und mit zwei Mannschaften Meister. In Aufstiegskämpfen gegen SV Flözlingen und KSV Durlach konnte der Einzug in die Baden- Württembergische Oberliga erreicht werden. Großartige Gastgeber waren die Sportfreunde aus St. Maur und machten den Aufenthalt in Paris zu einem tollen Erlebnis. Als zweiter der Kreisklasse A schaffte die 1. Ringermannschaft den Aufstieg in die Oberliga.

1984 wurde Fritz Lackner zum 1. Vorsitzenden gewählt. Mit der Verleihung der Verdienstnadel des Landes Baden- Württemberg, überreicht von Bürgermeister Reinhold Schulz, fand die langjährige ehrenamtliche Arbeit von Karl Stähle ihre Anerkennung.

Die Nordbadischen Meisterschaften im Rasenkraftsport waren ein voller Erfolg, der allerdings durch den Gewinn der Deutschen Seniorenmeisterschaft der Mannschaft W. Rapp, W. Stahl und W. Hartmann noch übertroffen wurde. Ein neues Vereinslokal, das Gasthaus „Zum Ochsen“ sollte neben zahlreichen Freundschaftskämpfen gegen Neuaubing, Kornwestheim sowie in Berlin und Sense mehr zur Kommunikation innerhalb des Vereins beitragen. Das Ferienprogramm für Kinder, erstmals von der Stadt Ladenburg angeboten, wurde nicht zuletzt durch die Beteiligung des ASV's ein voller Erfolg. Erfolgreich waren auch die Gewichtheber auf Bezirksebene mit dem Gewinn des DAMA Pokals, der Deutschen Meisterschaft im Stoßen durch Andre Salazar sowie der Meisterschaft in der Oberliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

Ein sportlicher Höhepunkt im Jahre 1985 war der Freundschaftskampf gegen eine ungarische Ringerauswahl, der mit einer fröhlichen Feier endete. Beim Scheunenfest auf der Bauernsiedlung Neu- Botzheim erinnerte sich der Verein an alte Traditionen und beteiligte sich erfolgreich an einem Tauziehturnier. Die erfolgreichen Trainer P. Steinle für Ringen und für Gewichtheben K.H. Schütz mußten leider ersetzt werden. Dennoch konnten die Gewichtheber mit Markus Schütz einen Deutschen Juniorenmeister stellen und die Senioren gewannen den Bezirkspokal.

Federico Barbarossa bei den Junioren und Roland Feldhoffer bei den Senioren wurden als 2. Deutsche Meister zu den Weltmeisterschaften 1986 entsandt. Die Rasenkraftsportler machten den sportlichen Erfolg Ladenburger Athleten bei deutschen Meisterschaften mit dem Titelgewinn in der AK I und AK II komplett. Daneben richtete der Verein die Nordbadischen Meisterschaften im Ringen der C- Jugend aus und die Gewichtheber waren zu Gast bei einer ungarischen Mannschaft in Tatabanya.

Karl Stähle, langjähriger Vorsitzender des Vereins und noch immer aktiv in die Vereinsarbeit eingebunden, wurde beim Wintervergnügen 1987 zum Ehrenvorsitzenden des ASV ernannt. Auch in diesem Jahr richtete der ASV zahlreiche Meisterschaften und Turniere aus und einige Sportlern konnten deutscher Meister werden. Gewichtheben: A- Jugend Markus Helmling, Junioren Federico Barbarossa, im Kraftdreikampf Mario Morsellino, im Steinstoßen Winfried Hartmann; außerdem die Mannschaften in der AK I und AK II, Roland Feldhoffer nahm an der Weltmeisterschaft in Frankreich teil und bei den Senioren wurde Günter Hotz Weltmeister.

Unbeschreiblicher Jubel herrschte in der Lobdengauhalle, als am 30.05.1987 die Hebermannschaft im Rückkampf gegen TSV Regen den nicht mehr für möglich gehaltenen Aufstieg in die 1. Bundesliga schaffte. Das junge Team hatte beim Vorkampf einen neuen Vereinsrekord aufgestellt und dennoch verloren. Im Rückkampf legte man die Nervosität ab und wuchs über sich selbst hinaus.

In diesem Jahr wurde auf Betreiben von Erwin Prior ein Club der Alten gegründet, der sich in den Folgejahren positiv in der Vereinsarbeit bemerkbar machte.

Am 08.04.1988 gelang es Roland Feldhoffer als erstem Sportler des Vereins, in einer Aktivenklasse Deutscher Meister zu werden. Im Triumphzug wurde er durch Ladenburg gefahren und von Bürgermeister Reinhold Schulz gebührend empfangen. Der Lohn für eine sehr erfolgreiche Saison war die Teilnahme an der Olympiade in Seoul (Korea). Mit 150kg im Reißen und 200kg im Stoßen konnte er sich als 7. platzieren. Dieser Erfolg drängte die Leistungen von Werner Rapp, 1. Deutscher Meister im Gewichtwerfen und die Mannschaftsmeisterschaft des AK 2 Teams etwas in den Hintergrund.

Auf dem Neckarvorland richtete die Tauziehabteilung ein Aufstiegsturnier zur 1. Bundesliga aus und mit den Deutschen Seniorenmeisterschaften im Gewichtheben wurde vom 30.09. bis 02.10. eine Großveranstaltung zur vollsten Zufriedenheit der Aktiven und des Verbands bewältigt.

Vergleichsweise ruhig verlief das Jahr 1989. Neben Freundschaftskämpfen der Ringer in Innsbruck und der Heber gegen Tatabanya/Ungarn, den Nordbadischen Meisterschaften im Rasenkraftsport und den Baden- Württembergischen Meisterschaften im Gewichtheben, wurde ein Aufstiegsturnier im Tauziehen ausgerichtet. Den Tauziehern gelang bei diesem Turnier der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Mit Gründung einer Mutter- und Kindabteilung erweiterte der Verein sein Leistungsspektrum.

Im Eigenbau wurde eine vielseitig verwendbare Beleuchtung für unsere Veranstaltungen in der Lobdengauhalle angefertigt und beim Wintervergnügen 1990 eingeweiht. Bei diesem Vereinsball wurde Bürgermeister Reinhold Schulz zum Ehrenmitglied des ASV ernannt.

Veranstaltungen wie das Wintervergnügen, die Mattenfastnacht, Kindermasken- und Rosenmontagsball sind immer angenehme Unterbrechungen im Vereinsalltag. Dazu gehört auch das in diesem Jahr zusammen mit den Kleingärtnern durchgeführte Ferienprogramm für Kinder.

Sven Lay wurde 1. Deutscher Meister in der C- Jugend und stand damit für die von Fritz Sauer bewirkte qualitative Aufwärtsentwicklung der Jugendarbeit in der Ringerabteilung.

Sonnenanbeter und Freizeitkicker erzwangen aus Sicherheitsgründen den Umzug der Rasenkraftsportler in das Römerstadion. Der Abschied vom Gelände auf dem Neckarvorland fiel schwer, da die Befürchtung vorherrschte, den Kontakt zur Öffentlichkeit und damit zu möglichem Nachwuchs für diese Sportart zu verlieren.

Bei den deutschen Meisterschaften im Gewichtheben wurden die B- Jugendlichen Michael Rotzler in der Klasse bis 52kg und Markus Gaggstadter bis 90kg deutsche Meister und im Gasthaus „Zum Ochsen“ entsprechend gefeiert. Erfolgreich mit Deutschen Meistertiteln waren auch die Seniorensportler Günter Hotz im Heben, Winfried Hartmann im Steinstoßen und Ernst Roth im Dreikampf. In diesem Jahr verfügte der ASV über 5 Katerathleten und die Hebermannschaft konnte in der 1. Bundesliga den Vereinsrekord auf 883 Punkte steigern.

Bedingt durch den Golfkrieg wurden 1991 alle Fastnachtsveranstaltungen abgesagt. Große finanzielle Einbußen waren die kurzfristigen Folgen. Später zeigte sich zudem, dass ab diesem Zeitpunkt Fastnachtsveranstaltungen wesentlich weniger Zuspruch fanden.

Spannungen innerhalb und zwischen den Abteilungen traten offen zutage und wurden teilweise über die Presse ausdiskutiert. Aber es gab auch positive Schlagzeilen wie der erneute Titelgewinn bei den Deutschen Meisterschaften durch Marcus Gaggstadter und die Meisterschaften der 2. Ringer- und der Jugendmannschaft. Durch eine Kooperation "Schule- Sport" sollte ein besserer Kontakt zu Schülern hergestellt werden. Es galt neue Jugendliche für den Ringersport zu interessieren. Die Planungen der Stadt für eine Mehrzweckhalle weckten erneut Hoffnungen auf bessere Trainingsbedingungen, aber auch die Hoffnungen auf einen Jugendraum für den Verein wurden wieder genährt.

Bei den 1992 in Ladenburg ausgerichteten Bezirksmeisterschaften im Gewichtheben konnte der Gastgeber die Mannschaftswertung für sich entscheiden. Die 2. Mannschaft schaffte zudem den Aufstieg in die Landesliga. Mit Hans Sauer, 33 Jahre in der Vorstandschaft des Vereins und davon 27 Jahre als Geschäftsführer, zog sich eine prägende Persönlichkeit aus der direkten Verantwortung zurück.

Im Gewichtheben wurde erstmals ein Qualifikationsturnier zur Europameisterschaft ausgetragen. Natürlich betraute der Verband den ASV mit der Durchführung dieser Veranstaltung. Sven Lay durfte für den Deutschen Ringerbund in Israel und Schweden starten. Michael Rotzler und Marcus Gaggstadter konnten jeweils Deutsche Gewichthebermeister in der A-Jugend werden und die Jugendmannschaft setzte sich bei den Bezirksmeisterschaften durch. Die erfolgreiche Arbeit von Werner Rapp fand die Würdigung seiner Kollegen aus Baden-Württemberg mit der Ernennung zum Trainer des Jahres 1993.

Mit einer Jugendordnung sicherte der Verein den organisatorischen Rahmen für den Nachwuchsbereich. Bei einem Wochenende auf dem Kohlhof konnten die Schüler auch spüren, dass neben sportlichen Leistungen das gesellige Beisammensein ein wichtiger Aspekt unserer Vereinsarbeit darstellt. Auch die Aktiven der Ringerabteilung förderten den Gemeinschaftsgedanken mit einem Trainingslager auf der Insel Borkum.

Die von den Rasenkraftsportlern ausgerichteten Süddeutschen Meisterschaften waren mit 5 neuen deutschen Rekorden sehr erfolgreich. Leider mußten die Tauzieher nach schweren Kämpfen die 1. Bundesliga verlassen.

Der absolute Höhepunkt des Jahres und der bisherigen Vereinsgeschichte bildete der vom ASV ausgerichtete Endkampf um die Deutsche Mannschafts- Meisterschaft im Gewichtheben. Unsere Aktiven  hatten die Meisterschaft in der Südgruppe erkämpft und dem Verein damit das Recht gesichert, den Endkampf gegen die Mannschaften TSC Berlin und VfL Wolfsburg auszurichten. Erfahren im Ausrichten von sportlichen Großereignissen konnte ein Team aus allen Abteilungen den von unseren Gästen und der Presse hochgelobten Rahmen für eine denkwürdige Veranstaltung bereitstellen. Vor ausverkauftem Haus wechselte die Führung ständig zwischen Wolfsburg und Berlin, doch mit seinem letzten Versuch konnte Manfred Nerlinger den Sieg unserer Mannschaft mit einem Vorsprung von 100g sicherstellen. Unsere Heber, als Außenseiter ins Rennen gegangen, waren Deutscher Mannschaftsmeister. Die Begeisterung der Ladenburger Fans kannte natürlich keine Grenzen und die Mannschaft Michael Rotzler, Andreas Stadler, Roumen Stoyanov, Federico Barbarossa, Michael Winkelbauer, Christop Diamantopolos, Peter Immelsberger, Falco Jeschke und Manfred Nerlinger feierte zusammen mit Erwin Prior, den eigentlichen Vater des Erfolgs, die ganze Nacht. Der Eintrag in das goldene Buch der Stadt Ladenburg wurde bei einer Meisterschaftsfeier vorgenommen. In diesem Jahr konnte Manfred Nerlinger noch Weltmeister werden, auch dies eine Spätfolge des Triumphs von Ladenburg.

Mit seinem Sieg bei den deutschen A- Jugendmeisterschaften 1994 im Ringen sicherte sich Sven Lay die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Budapest. Deutscher Meister in der B-Jugend wurde der Gewichtheber Wolfgang Kirchner. In den vergangenen Jahren hatte der Verein einige Schülerturniere ausgerichtet. In diesem Jahr wurde das Römerpokalturnier ins Leben gerufen bei dem Schüler um den Wanderpokal der Stadt Ladenburg ringen durften. Bedingt durch den unermüdlichen Einsatz von Herbert Maier war das Turnier schon im ersten Jahr ein großer Erfolg.

Mit den Deutschen Einzelmeisterschaften im Gewichtheben stand ein nationales Großereignis auf dem Programm. Auch diese Veranstaltung war hervorragend organisiert und wurde von Sportlern und Zuschauern gleichermaßen gelobt. Für die Helfer einer Abteilung zeigte sie jedoch die Grenzen des Machbaren auf.

Auch im Jahre 1995 war der Verein als Ausrichter von Meisterschaften gefordert. Im Gewichtheben die Bezirksmeisterschaften für Senioren, die Baden Württembergischen Meisterschaften der A- und B- Jugend und die Bezirksmeisterschaften im Ringen. Das Römerpokalturnier konnte bei 404 Startern ein beachtliches Niveau aufweisen.

Wolfgang Kirchner, in der B- Jugend Deutscher Meister, belegte bei den Europameisterschaften einen beachtlichen 3. Platz. Die Rasenkraftsportler mußten erneut den Standort für ihr Trainings- und Wettkampfgelände wechseln. Wie schon beim Umzug ins Römerstadion befürchtet, war es nicht durchführbar gemeinsam mit den Baseballern auf einem Gelände zu trainieren.

Im Jahre 1996 standen die Erfolge der Ringerabteilung im Vordergrund. Als Meister der Oberliga schafften die Ringer den Aufstieg in die Regionalliga und durch die gute Platzierung bei den Aufstiegskämpfen auch den Sprung in die 2. Bundesliga. Die jungen Ringer Sven Lay und Stefan Rühle, als Ersatz für verletzte Mannschaftskameraden eingesprungen, zeigten dabei schon eine erstaunliche Reife. Sven Lay konnte sich auch bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften durchsetzen und mit Sascha Kern schaffte erstmals ein Ladenburger Ringer den Meistertitel in der Aktivenklasse. Diese Erfolge feierte die Abteilung bei einem Ausflug zu den Sportfreunden aus Innsbruck. Das erste Jahr in der 2. Bundesliga konnte mit dem 2. Platz beendet werden, der 2. Mannschaft gelang der Aufstieg in die Oberliga.

Personalnot war die Ursache für den Verzicht der Tauzieher, an Rundenkämpfen teilzunehmen. Die Sportart wird aber weiter gepflegt und mit der erfolgreichen Teilnahme an einem Turnier in Worms zeigte man die Möglichkeiten dazu auf. Die Gewichtheber richteten die Baden- Württembergischen Meisterschaften und die Rasenkraftsportler die Süddeutschen Titelkämpfe aus.

Nach einem beachtlichen 6. Tabellenplatz der 1. Ringermannschaft mußte die Mannschaft aus der 2. Bundesliga zurückgezogen werden. Ein unvermeidlicher Generationenwechsel bei den Aktiven, mangelndes Zuschauerinteresse und Geldmangel machten diesen für viele Anhänger der Mannschaft unverständlichen Schritt notwendig. Mit Talenten aus der eigenen Jugend sollte eine neue Mannschaft aufgebaut werden.

Die 1900 Jahre Stadtgeschichte feierte Ladenburg im Jahre 1998. Mit den Deutschen Meisterschaften der Junioren im Gewichtheben lieferte der Verein seinen sportlichen Beitrag zu den zahlreichen Jubiläumsaktivitäten, beteiligte sich mit einem Stand am Weindorf im Benzpark und war am vom OAL organisierten Stadionfest sowie den Heimattagen beteiligt.

Mit Gewichtheberin Claudia Müller startete erstmals eine Frau für den ASV Ladenburg in der 1. Bundesliga.

Ein von der Stadt Ladenburg im "Alten Pumpwerk" zur Verfügung gestellter Raum konnte mit großem Einsatz in einen Jugendraum umgebaut werden. Neben den zahlreichen Helfern, die den Ausbau bewerkstelligten, ist besonders der Einsatz von Karl-Heinz Fleck zu würdigen, der sich um Helfer bemühte und große Teile der Inneneinrichtung für den dringend benötigten Raum beschaffen konnte. Bei einer Schülerweihnachtsfeier konnte der Raum seiner Bestimmung übergeben werden.

Sportlich gesehen wurde die neue zweigleisige Bundesligarunde 1998/99 erfolgreich gemeistert. Der neue Austragungsmodus mit Platzierungskämpfen in Stralsund und Berlin sprengte jedoch den Finanzrahmen der Abteilung. Nach erheblichen internen Reibereien konnte die Verbandsrunde korrekt abgeschlossen werden, der Rückzug aus der 1. Bundesliga war jedoch aus finanziellen Gründen nicht mehr zu umgehen. Nach 12 Jahren in der ersten Bundesliga war der letzte Heimkampf am 15.05.99 das traurige Ende einer sehr erfolgreichen Zeit. An diesem Abend wurde aber auch ein Neubeginn in der Landesliga vereinbart und damit das weitere Bestehen der Abteilung gesichert.

Neben den Nordbadischen Meisterschaften im Rasenkraftsport konnten der Verein erstmals junge Damen aus dem ganzen Bundesgebiet und der Schweiz bei den "Ladies Open" im Ringen begrüßen. Bei den auf einem hohen Niveau ausgetragenen Wettkämpfen beschlossen die Helfer, diese Veranstaltung auch im nächsten Jahr auszurichten. 15 Ringer zu den Deutschen Meisterschaften zu schicken, war dem ASV bisher noch nie gelungen. Und die verantwortlichen Trainer waren entsprechend stolz auf ihre Schützlinge.

Ein Ausflug zum 80jährigen Vereinsjubiläum der dänischen Freunde in Aby-Hallen festigte eine alte Freundschaft. Dazu trug natürlich auch die Mitreise von Bürgermeister Rolf Reble und Frau bei.

Unruhen beim Altstadtfest, die sich auch auf den ASV- Keller übertrugen, zwangen die Verantwortlichen, die Bar zu schließen. Die fehlenden Einnahmen führten zu einem großen Loch in der Vereinskasse. Versöhnlich endete das teilweise sehr turbulente Jahr mit der gemeinsamen Weihnachtsfeier aller Abteilungen und dem Vorsatz, in Zukunft besser miteinander umzugehen.

Der Neubeginn im Gewichtheben konnte mit einem Meistertitel in der Landesliga und nach gewonnenen Aufstiegskämpfen mit dem Aufstieg in die Oberliga erfolgreich gestaltet werden. Die in der Mannschaft des ASV startende Maleike Schäfer überzeugte außerdem mit dem Titelgewinn bei den Deutschen A- Jugendmeisterschaften. Mit den B- Jugendlichen Christoph Heckele und Sebastian Jöck standen erstmals bei Deutschen Meisterschaften zwei Ringer des Vereins jeweils ganz oben auf dem Treppchen und der Empfang im neuen Jugendraum war entsprechend meisterlich. Der Trainer Klaus- Peter Ihrke konnte mit diesen Titeln seine großartige Erfolgsbilanz der letzten Jahre fortsetzen.

Getrübt wurde dies erfolgreiche Jahr durch den Tod von Karl-Heinz Fleck, der sich sein ganzes Leben für den ASV und speziell für die Belange der Ringer eingesetzt hatte.

Mit einem Jubiläumsball startete der Verein in das Jahr 2001. Für eine ausgezeichnete Atmosphäre sorgten die Musik der „Blue Dominos“ und das ansprechende Programm. Schon beim Begrüßungssekt staunten die Besucher über den „Magic Man“ und bei der Tanzeinlage von L.A Suprice und dem Programm von Carles Fath freuten sich alle über einen gelungenen Abend. Zum XX. Mal hatte Helmut Freund ein tolles Programm für die Mattenfastnacht organisiert. Die Narren in der gut gefüllte Lobdengauhalle schunkelten und waren bester Stimmung. Auch der Kindermaskenball von Erika Bassauer vorbereitet und moderiert und durch Tanzeinlagen noch interessanter gestaltet, begeisterte unsere kleinen Narren und deren Eltern.

Auch aus sportlicher Sicht kann sich der Start ins Jubiläumsjahr sehen lassen. Nach der souveränen Meisterschaft in der Oberliga haben die Gewichtheber die 2. Bundesliga erreicht. Mit dem Rasenkraftsportler Roland Heiler konnte die Abteilung nach einer längeren Zeitspanne wieder einen Deutschen Meister und zwar im Steinstoßen der Altersklasse IV stellen. Der erst 14 Jahre alten Isabell Heppner gelang mit einem 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft als erster Ladenburger Ringerdame der Sprung auf das Siegerpodest.

Soweit die Zusammenfassung der Ereignisse der vergangenen 100 Jahre. Über eine so lange Zeitspanne ist in der Vereinsarbeit immer ein Auf und Ab zu verzeichnen. Viele aussichtslose Situationen des Vereins oder der Abteilungen konnten durch den Idealismus der die Verantwortung im Verein annehmenden Mitglieder gemeistert werden. Auch wenn dies in der auf das Wesentliche begrenzten Chronik nicht immer erkennbar ist, der Gemeinschaftssinn war die Triebfeder für alle sportlichen Erfolge und wir hoffen, dass dies auch in der Zukunft so bleiben wird.

Wird fortgesetzt...